Eine Pfanne mit keramischer Antihaftbeschichtung ist die erste Wahl für alle, die PFAS-frei und mit wenig Fett kochen möchten. Aber das Kochen mit Keramik funktioniert etwas anders als mit einer klassischen Teflonpfanne, und hier passieren in vielen Küchen Fehler. In diesem Leitfaden erfahren Sie alles: von der ersten Verwendung bis zum täglichen Kochen auf Induktion oder Gas, der Reinigung, der Lagerung und den Fehlern, die Ihre Pfanne heimlich zerstören. Direkt aus der Praxis unseres Geschäfts und Onlineshops, damit Sie jahrelang Freude an Ihrer Pfanne haben.
- Was ist eine keramische Antihaftbeschichtung?
- Erste Verwendung: So starten Sie richtig
- Täglicher Gebrauch: Temperatur ist alles
- Welches Öl oder welche Butter Sie verwenden sollten (und welches definitiv nicht)
- Keramisches Kochen auf Induktion
- Keramisches Kochen auf Gas
- Verziehen verhindern
- Das richtige Kochgeschirr
- Tägliche Reinigung in 4 Schritten
- Brennt Ihre Pfanne plötzlich an? So bekommen Sie sie wieder wie neu
- Warum der Geschirrspüler keine gute Idee ist
- Kratzerfrei aufbewahren
- Achten Sie auf den Rand: blankes Aluminium oder vollständig beschichtet
- Die 8 häufigsten Fehler
- Wie lange hält eine Keramikbeschichtung?
- Häufig gestellte Fragen
Was ist eine keramische Antihaftbeschichtung?
Eine keramische Antihaftbeschichtung ist eine glatte, glasartige Beschichtung auf Basis von Siliziumdioxid, einem Mineral, das aus Sand gewonnen wird. Durch das sogenannte Sol-Gel-Verfahren wird dieses Mineral in eine Art „flüssiges Glas“ umgewandelt, in dünnen Schichten auf die Pfanne gesprüht und im Ofen zu einer sehr harten, hitzebeständigen Schicht gehärtet. Es wird kein PFAS verwendet; das bestätigt auch die niederländische Regierung. Bekannte Beispiele sind Thermolon von GreenPan und Ceraforce von Demeyere.
Der Unterschied zu Teflon (PTFE)
Teflon ist eine Kunststoffbeschichtung mit Fluorverbindungen (PFAS); Keramik ist ein anorganisches, mineralisches Material. Dieser Unterschied macht sich in der Praxis bemerkbar:
| Keramisch (Sol-Gel) | Teflon (PTFE) | |
|---|---|---|
| PFAS | Nein, PFAS-frei produziert | Ja, PTFE ist ein PFAS |
| Härte | Sehr hart, kratzfester | Weicher, zerkratzt schneller |
| Wärmeverhalten | Erwärmt sich schnell, wenig Leistung erforderlich | Fehlerverzeihender bei zu hoher Hitze |
| Bei Überhitzung | Keine giftigen Dämpfe, aber dauerhafte Schäden an der Antihaftwirkung | Oberhalb von ±260°C können schädliche Dämpfe entstehen |
| Lebensdauer der Antihaftwirkung | Kürzer, erfordert sorgfältige Handhabung | In der Regel länger |
Kurz gesagt: Keramik ist die gesündere und härtere Beschichtung, aber sie ist weniger fehlerverzeihend. Wenn Sie sie gut behandeln, kocht sie jahrelang wie ein Traum.
Und wie sieht es mit Edelstahl, Stahlblech und Gusseisen aus?
Ganz kurz, denn diese Pfannen verdienen ihre eigene Geschichte. Eine Edelstahlpfanne hat überhaupt keine Beschichtung: Sie verträgt hohe Temperaturen, Metallutensilien und den Geschirrspüler und hält Jahrzehnte. Das Kochen ohne Anhaften ist vor allem eine Frage des Übens. Später erfahren Sie, warum Edelstahl und Keramik eine so starke Kombination sind.
Stahlblech (Carbon Steel) und Gusseisen haben ebenfalls keine Werksbeschichtung, sondern entwickeln durch das Einbrennen mit Öl eine natürliche Antihaftschicht, die mit den Jahren immer besser wird. Diese Pfannen dürfen glühend heiß werden und sind daher perfekt für Steaks, Wokgerichte und den Grill. Gusseisen ist schwer und speichert die Wärme extrem lange; Stahlblech ist leichter und reagiert schneller auf Ihr Kochfeld. Beide erfordern jedoch ein kleines Pflegeritual: gut trocknen und gelegentlich einfetten. Von dieser Reihe ist die Keramikpfanne der einfachste Einstieg: sofort antihaftend, ohne Technik oder Einbrennen, aber mit einer begrenzten Lebensdauer und immer bei mittlerer Hitze. Mehr erfahren? Lesen Sie unseren Blog über Pfannenmaterialien.

Erste Verwendung: So starten Sie richtig
Eine neue Keramikpfanne muss nicht eingebrannt oder „eingebraten“ werden wie Gusseisen. Die erste Verwendung ist einfach:
- Entfernen Sie alle Verpackungen, Aufkleber und Etiketten. Klebereste entfernen Sie mit etwas warmem Wasser.
- Spülen Sie die Pfanne mit warmem Wasser und einem milden Spülmittel ab. So entfernen Sie Produktionsstaub und eventuelle Rückstände aus der Fabrik.
- Gründlich abspülen und die Pfanne sorgfältig abtrocknen mit einem weichen (Geschirr-)Tuch.
Das ist alles. Einfetten oder Einbrennen ist nicht nötig; Ihre Pfanne ist sofort einsatzbereit.
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Täglicher Gebrauch: Temperatur ist alles
Die goldene Regel: Eine Keramikpfanne verwenden Sie auf niedriger bis mittlerer Hitze. Immer. Keramik leitet Wärme so effizient, dass Ihre Pfanne bereits bei halber Leistung heiß genug wird, um ein Steak scharf anzubraten. So machen Sie es richtig:
- Erhitzen Sie die Pfanne langsam, auf maximal 80% der Leistung.
- Fügen Sie dann Ihr Fett hinzu und schalten Sie auf 50 bis 60% zurück, sobald die Pfanne auf Temperatur ist. Bei leistungsstarken Induktionskochfeldern, wie denen von Bora, kann es oft noch eine Stufe niedriger sein.
- Braten Sie bei mittlerer Hitze; das ist mehr als genug. Das Material der Pfanne bestimmt die Endtemperatur, nicht die Einstellung Ihres Kochfelds.
- Lassen Sie eine leere Pfanne niemals auf einer heißen Kochzone stehen: Die Pfanne kann ihre Wärme nicht ableiten und wird irreparabel beschädigt.
Warum so streng? Oberhalb von ca. 230°C wird die Antihaftwirkung einer Keramikschicht irreversibel beschädigt. Die gute Nachricht für die Sicherheit: Anders als bei Teflon entstehen KEINE giftigen Dämpfe, wenn es doch einmal zu heiß wird. Aber Ihre Antihaftschicht ist dann doch still und leise etwas schlechter geworden. Zu heißes Braten ist die Todesursache Nummer eins für Keramikpfannen.
Warum eine teurere Pfanne anders reagiert als eine billige
Der größte Unterschied zwischen einer Premium-Pfanne und einer Budget-Pfanne liegt nicht in der Beschichtung, sondern im Boden. Ein dicker Boden (wie der 5 mm dicke Aluminiumkorpus der Demeyere Alu Pro 5) braucht eine Weile, um auf Temperatur zu kommen. Das erfordert etwas mehr Geduld, aber all diese Masse speichert Wärme und verteilt sie gleichmäßig über die gesamte Bratfläche. Einmal heiß, kann die Leistung deutlich reduziert werden und die Pfanne bleibt einfach auf Temperatur, auch wenn Sie kalte Zutaten hinzufügen.
Eine dünne, billige Pfanne wird hingegen blitzschnell heiß, speichert diese Wärme aber nicht. Um weiter braten zu können, muss die Leistung kontinuierlich hoch bleiben. Die Folge: eine Temperatur, die in alle Richtungen ausschlägt, Hotspots in der Mitte und Fett, das schneller verbrennt. Genau die Dinge, die eine Keramikbeschichtung nicht verträgt. Ein dickerer Boden ist also kein Luxus, sondern direkter Schutz für Ihre Antihaftbeschichtung.
Welches Öl oder welche Butter Sie verwenden sollten (und welches definitiv nicht)
Braten Sie immer mit etwas Fett. Öl oder Butter verteilen die Wärme, verleihen Geschmack und schützen die Beschichtung. Die richtige Wahl macht den Unterschied zwischen jahrelanger Freude und einer Pfanne, die nach drei Monaten klebt.
✅ Verwenden Sie Fette mit hohem Rauchpunkt
- Sonnenblumenöl, Erdnussöl (ca. 230°C), Maisöl
- Avocadoöl, Rapsöl, Traubenkernöl
- Ghee (geklärte Butter) und Butter oder Margarine bei mäßiger Temperatur
❌ Nicht verwenden
- Olivenöl, insbesondere natives Olivenöl extra. Es verbrennt bereits bei 150 bis 175°C und hinterlässt einen klebrigen, unsichtbaren Fettfilm, der sich in Ihre Beschichtung einbrennt. Olivenöl ist köstlich auf einem Salat, aber kein Bratöl für Ihre Keramikpfanne.
- Bratenspray oder Sprühöl, in welcher Form auch immer. Die Mikrotröpfchen erhitzen sich blitzschnell, verbrennen und bilden eine Schicht verkohltes Fett.
- Unraffinierte oder kaltgepresste Öle im Allgemeinen: niedriger Rauchpunkt, daher schnell brennend.
Dieses verbrannte Fett ist übrigens der Hauptgrund, warum Keramikpfannen „plötzlich“ anhaften. Dazu später mehr.
Keramisches Kochen auf Induktion
Induktion und Keramik sind eine Top-Kombination, aber auch eine risikoreiche. Induktion ist leistungsstark und erhitzt Ihre Pfanne in Sekundenschnelle; schneller, als Sie es merken, und schneller, als die Beschichtung es verträgt. Halten Sie sich an diese Regeln:
- Verwenden Sie niemals die Boost-Funktion. Diese ist dazu gedacht, schnell Wasser zu kochen, nicht um eine beschichtete Pfanne zu überhitzen.
- Überprüfen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Kochfelds auf die Bodendurchmesser. Dort steht genau, welche Zonen für welche Pfannendurchmesser geeignet sind. Eine zu kleine Spule unter einer zu großen Pfanne erhitzt nur die Mitte des Bodens und kann diesen verformen; eine zu große Zone erhitzt gerade den Rand. Halten Sie einen Spielraum von etwa 15 % zwischen dem Durchmesser der Zone und dem der Pfanne ein.
- Stufenweise aufwärmen: maximal 80 % der Leistung, und auf 50 bis 60 % reduzieren, sobald die Pfanne warm ist. Bei leistungsstarken Kochfeldern wie Bora kann es oft noch niedriger sein.
- Heben Sie die Pfanne an, wenn Sie sie bewegen, anstatt sie zu schieben. Das erspart Kratzer auf Ihrem Kochfeld und auf Ihrem Pfannenboden.
Möchten Sie Ihr Induktionskochfeld auch vor Kratzern, Flecken und verrutschenden Pfannen schützen? Legen Sie dann eine Silikon-Induktionsschutzmatte (Induktionsmatte) zwischen Pfanne und Platte. Die Wärme geht einfach durch, da die Induktion die Pfanne und nicht die Platte erwärmt.
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Keramisches Kochen auf Gas
Auf Gas haben Sie mehr direkte Kontrolle, aber ein Fehler passiert oft: eine zu große Flamme. Stellen Sie die Flamme so ein, dass sie nur den Boden der Pfanne berührt und nicht an den Seiten hochschlägt. Flammen am Rand überhitzen die Beschichtung genau an der empfindlichsten Stelle und versengen die Außenseite Ihrer Pfanne. Ansonsten gelten die gleichen Regeln wie immer: mäßige Hitze, langsames Erwärmen und achten Sie darauf, dass der Griff nicht über einem Brenner hängt.
Verziehen verhindern
Ein verzogener Boden ist irreparabel und fast immer vermeidbar. Eine Pfanne, die nicht mehr eben ist, wackelt, lässt Öl zum Rand laufen, erhitzt ungleichmäßig und wird auf Induktion manchmal nicht einmal mehr richtig erkannt. Unabhängige Dauertests zeigen, dass fast jede Pfanne dafür anfällig ist, auch eine gute. So halten Sie Ihren Boden eben:
- Niemals eine heiße Pfanne unter kaltes Wasser halten. Dies ist die Hauptursache. Durch den Temperaturschock zieht sich das Metall schneller zusammen, als es vertragen kann, und der Boden verzieht sich. Lassen Sie die Pfanne zuerst abkühlen.
- Keinen Boost und keine volle Leistung auf eine kalte Pfanne. Zu schnelles Erhitzen dehnt das Metall ungleichmäßig aus, besonders auf leistungsstarken Induktionszonen.
- Erhitzen Sie die Pfanne niemals leer bei hoher Hitze; ohne Inhalt schnellt die Temperatur innerhalb einer Minute in die Höhe.
- Verwenden Sie eine Kochzone, die zum Bodendurchmesser passt. Überprüfen Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Kochfeldes, welche Durchmesser auf welchen Zonen funktionieren und halten Sie einen Spielraum von ca. 15 % ein. Eine zu kleine Spule unter einer zu großen Pfanne erhitzt nur die Mitte und kann den Boden verformen. Bei Gas gilt dasselbe für die Flamme.
- Wählen Sie eine Pfanne mit einem dicken, stabilen Boden. Ein schwerer Plattenboden ist viel formstabiler als eine dünne Budgetpfanne.
Hat sich Ihre Pfanne durch einen Hitzeschock dennoch verzogen? Dann brennt sie oft auch an und dies fällt nicht unter die Garantie. Vorbeugen ist hier wirklich das einzige Mittel.
Das richtige Kochgeschirr
Verwenden Sie ausschließlich Kochgeschirr aus Holz, Silikon oder Kunststoff. Metallspatel, Schneebesen und Löffel sind tabu: Sie zerkratzen die Beschichtung und jeder Kratzer ist der Anfang vom Ende. Auch das Einstechen mit einer Gabel in die Pfanne oder, die größte Sünde, das Schneiden mit einem Messer in der Pfanne ist absolut verboten; das hält keine Antihaftbeschichtung aus. Ein guter Silikonspatel, zum Beispiel von OXO Good Grips, ist hitzebeständig, schonend für Ihre Beschichtung und hält jahrelang. Und wenn Sie eine Pfanne mit einem durchgängig beschichteten Rand haben: Klopfen Sie Ihren Spatel nicht am Pfannenrand ab.
Tägliche Reinigung in 4 Schritten
Gute Nachrichten: Die tägliche Pflege einer Keramikpfanne ist einfach, wenn Sie sie jedes Mal richtig machen. Und dieses „richtig“ ist wichtiger, als Sie denken, denn eine halb gereinigte Pfanne ist der schleichende Weg zu eingebranntem Fett.
- Lassen Sie die Pfanne zuerst abkühlen. Niemals direkt unter den (kalten) Wasserhahn: Thermoschock beschädigt die Beschichtung und verzieht den Boden.
- Wischen Sie überschüssiges Fett mit Küchenpapier ab. So spülen Sie es nicht in den Abfluss und die Pfanne lässt sich leichter reinigen.
- Waschen Sie mit warmem Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Schwamm oder einer Spülbürste ab und schrubben Sie, bis die Pfanne wieder strahlend sauber ist. Keine Stahlwolle und keine aggressiven Reinigungsmittel.
- Trocknen Sie die Pfanne sofort und vollständig mit einem weichen Tuch ab. Das verhindert Kalk- und Wasserflecken sowie matte Stellen.
Strahlend sauber ist die Norm. Jeden Tag. Sehen Sie nach dem Abwaschen noch matte Stellen oder einen braunen Schleier auf der Beschichtung? Das ist kein Verschleiß, das ist verbranntes Fett. Und das muss wirklich raus: Schrubben Sie diese Stellen mit Ihrem Schwamm und Spülmittel weg, dabei darf ruhig etwas Kraft angewendet werden. Wenn Sie erneut mit solchen Flecken in der Pfanne braten, verkohlen sie weiter und härten Schicht für Schicht aus, bis sie irgendwann nicht mehr zu entfernen sind. Die Folge: eine Pfanne, die anhaftet und irreparabel beschädigt ist, und das fällt auch noch außerhalb der Garantie. Zwei Minuten gutes Putzen pro Tag verhindert all das.
Der Fett-Check: Sie sind unsicher, ob die Pfanne wirklich sauber ist? Machen Sie den Milchtest. Gießen Sie einen Schuss kalte Milch in die Pfanne und schwenken Sie sie herum. Läuft die Milch glatt und geschmeidig ab, ist die Pfanne sauber. Bleibt die Milch zähflüssig haften, befindet sich noch ein (unsichtbarer) Fettfilm darauf, den Sie erneut abwaschen müssen.
Brennt Ihre Pfanne plötzlich an? So bekommen Sie sie wieder wie neu
Wenn eine Keramikpfanne „plötzlich“ anfängt zu kleben, ist die Beschichtung fast nie kaputt: Es befindet sich eine Schicht verbranntes (verkohltes) Fett darauf. Diese Schicht entsteht durch Olivenöl oder Bratenspray, zu hohe Hitze und zu vorsichtiges Abwaschen. Sie braten dann nicht mehr auf Ihrer Beschichtung, sondern auf einem klebrigen Film aus Fettrückständen. So entfernen Sie diese:
- Weichen Sie die Ablagerungen ein. Füllen Sie die Pfanne mit etwas Wasser und lassen Sie es einige Minuten sanft köcheln. Ausschalten und einige Stunden (oder über Nacht) stehen lassen. Hartnäckig? Bringen Sie etwas Essig mit einem großzügigen Esslöffel Backpulver zum Kochen, lassen Sie es 10 Minuten köcheln und dann einweichen.
- Gehen Sie mit einem Melaminschwamm (Wunderschwamm) oder der weichen Seite Ihres Schwamms, mit warmem Wasser und Spülmittel, darüber. Der aufgeweichte Fettfilm löst sich nun.
- Abwaschen, trocknen und den Milchtest machen. Läuft die Milch glatt ab? Fertig. Bleibt etwas hängen, wiederholen Sie die Behandlung; stark eingebranntes Fett benötigt manchmal 2 oder 3 Durchgänge.
- Letztes Mittel: Wenn die Flecken wirklich nicht verschwinden, dürfen Sie einmalig vorsichtig mit der harten Seite eines normalen Scheuerschwamms über die hartnäckigen Stellen gehen. Niemals mit Stahlwolle oder Metall, und machen Sie es nicht zur Gewohnheit. Es ist eine Notlösung, keine Wartungsroutine.
Matte oder braune Flecken auf der Außenseite? Machen Sie eine Paste aus Backpulver und Wasser, reiben Sie sie mit Küchenpapier ein, lassen Sie sie kurz einwirken und spülen Sie sie ab.
Warum der Geschirrspüler keine gute Idee ist
Auf vielen Kartons steht „spülmaschinenfest“, und doch raten wir davon ab. Die Antihaftwirkung jeder Keramikbeschichtung nimmt durch wiederholtes Spülen in der Spülmaschine langsam ab, aufgrund der aggressiven Salze, Bleichmittel und Phosphate im Spülmittel. Hinzu kommt:
- Der Geschirrspüler entfernt eingebranntes Fett ohnehin nicht; genau das Problem, für das Sie ihn benötigt hätten.
- Die Stahlroste und Stahlbestecke setzen beim Spülen Mikro-Stahl frei, und diese winzigen Stahlpartikel können kleine Kratzer auf der Beschichtung verursachen.
- Haben Sie eine Pfanne mit einem blanken Aluminiumrand, wird dieser in der Spülmaschine garantiert matt.
Handwäsche dauert 30 Sekunden und verdoppelt problemlos die Lebensdauer Ihrer Pfanne. Also einfach machen.
Kratzerfrei aufbewahren
Die meisten Kratzer entstehen nicht beim Kochen, sondern im Küchenschrank. Stapeln Sie Ihre Pfannen niemals lose ineinander: Der Boden der einen Pfanne scheuert an der Beschichtung der anderen, und der empfindliche Rand fängt die Stöße ab. Verwenden Sie Pfannenschützer (weiche Silikon- oder Filzeinlagen) oder hängen Sie Ihre Pfannen auf. Bewahren Sie sie trocken auf und legen Sie keine schweren, scharfen Gegenstände darauf. Kleiner Aufwand, großer Unterschied.
Achten Sie auf den Rand: blankes Aluminium oder vollständig beschichtet
Etwas, worüber fast niemand nachdenkt: der Rand. Bei einigen Pfannen endet die Beschichtung knapp unter dem oberen Rand und ein schmaler Streifen blanken Aluminiums bleibt sichtbar; bei anderen ist die Keramikschicht vollständig bis zur Oberkante durchgezogen. Ein durchgezogener Rand sieht sauberer aus und kann sich nicht verfärben, ist aber auch empfindlicher: Deckel, Spatel und andere Pfannen treffen genau auf diesen Rand, und jeder Stoß trifft dort direkt auf die Beschichtung. Seien Sie also etwas vorsichtiger damit und verwenden Sie Pfannenschützer. Ein blanker Aluminiumrand hingegen verträgt einen Stoß gut, kann aber mit der Zeit matt werden. Keines davon ist falsch: durchgängig beschichtet ist schöner, blankes Aluminium ist robuster. Sie sind unsicher, was Ihre Pfanne hat? Fragen Sie uns.
Ein Kratzer oder eine Delle? Keine Panik
Egal wie vorsichtig Sie sind, ein Kratzer oder eine Delle kann immer passieren: ein Deckel, der etwas zu hart aufschlägt, ein Metalllöffel, der versehentlich hineinfällt, oder eine Pfanne, die im Schrank gegen eine andere stößt. Die gute Nachricht: Anders als bei Teflon kann eine Beschädigung einer Keramikbeschichtung keinen Schaden anrichten. Es werden keine schädlichen Stoffe freigesetzt und Sie können noch lange damit kochen. Bei vorsichtiger Verwendung reißt oder blättert der Schaden auch nicht weiter ab. Beachten Sie jedoch, dass Kratzer und Dellen nicht unter die Garantie fallen; nur wenn der Schaden bereits beim Auspacken vorhanden ist, lösen wir das selbstverständlich für Sie. Überprüfen Sie Ihre neue Pfanne also sofort bei Erhalt.
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Die 8 häufigsten Fehler (und wie man sie vermeidet)
- Zu heißes Braten. Todesursache Nummer eins. Keramik braucht mittlere Hitze völlig aus; drehen Sie den Regler zurück.
- Braten mit Olivenöl oder Bratenspray. Niedriger Rauchpunkt, verbrennt, brennt ein. Wählen Sie ein neutrales Öl mit hohem Rauchpunkt.
- Die heiße Pfanne unter kaltem Wasser. Thermoschock: verbogener Boden, beschädigte Beschichtung. Erst abkühlen lassen.
- Eine Kochzone, die nicht zu Ihrer Pfanne passt. Eine zu kleine Spule unter einer zu großen Pfanne erhitzt nur die Mitte und kann den Boden verformen. Überprüfen Sie die Bedienungsanleitung Ihres Kochfelds und halten Sie einen Rand von etwa 15 % ein.
- Die Pfanne in die Spülmaschine geben. Aggressive Salze und Phosphate nutzen die Antihaftwirkung bei jedem Spülgang ein wenig weiter ab.
- Metallene Küchenutensilien verwenden oder in der Pfanne schneiden. Holz und Silikon, immer. Und schlagen Sie Ihren Spatel nicht am Rand ab.
- Nicht gründlich genug abwaschen. Ein unsichtbarer Fettfilm bleibt zurück, verbrennt beim nächsten Kochvorgang und so baut sich Schicht für Schicht verbranntes Fett auf. Bis „plötzlich“ alles klebt. Machen Sie im Zweifelsfall den Milchtest.
-
Pfannen lose stapeln. Kratzer garantiert. Pfannenschützer kosten ein paar Euro, eine neue Pfanne deutlich mehr.
Wie lange hält eine keramische Antihaftbeschichtung?
Eine keramische Antihaftbeschichtung hält etwa 2 bis 5 Jahre. Kürzer bei falscher Anwendung, länger bei perfekter Anwendung. Die größten Lebensdauerkiller kennen Sie inzwischen: Überhitzung, falsche Fette, die Spülmaschine, Metall und Thermoschocks. Wer die Regeln dieses Leitfadens befolgt, liegt also am oberen Ende dieser Bandbreite.
Gut zu wissen: Wird die Beschichtung beschädigt oder löst sich ein Stück ab, ist das bei einer Keramikpfanne nicht gesundheitsschädlich. Es sind schließlich keine PFAS enthalten; das bestätigt auch die Regierung. Allerdings brennt Essen an beschädigten Stellen schneller an (und verbranntes Essen möchte man auch nicht haben), daher tauschen Sie eine abgenutzte Pfanne einfach aus. Klebt Ihre Pfanne, obwohl die Beschichtung noch intakt aussieht? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es sich um eingebranntes Fett handelt: zuerst reinigen, dann erst über eine Neuanschaffung nachdenken. Weitere allgemeine Pflegetipps finden Sie in unserem Pflegeleitfaden.
Tipp vom Chef: Edelstahl als Arbeitstier, Keramik für empfindliche Arbeiten
Möchten Sie eine Pfanne, die jahrzehntelang hält? Dann schauen Sie sich Edelstahl an. Eine Edelstahlpfanne hat keine Antihaftbeschichtung, die sich abnutzen kann, verträgt hohe Temperaturen, Metallutensilien und die Spülmaschine. Braten ohne Anhaften in Edelstahl erfordert nur etwas Übung; die Technik erklären wir in diesem Blog. Die beste Kombination für zu Hause ist unserer Meinung nach einfach: Verwenden Sie Edelstahl für fast alles und nehmen Sie die Keramikpfanne nur für sehr empfindliche Zutaten wie Eier, Fisch oder Pfannkuchen. So ist Edelstahl Ihr Arbeitstier, Sie verwenden Ihre Keramikpfanne viel seltener und sie hält daher auch viel länger.
Häufig gestellte Fragen
Muss ich eine Keramikpfanne vor dem ersten Gebrauch einfetten?
Nein. Auswaschen mit warmem Wasser und mildem Spülmittel, abspülen und gut abtrocknen ist ausreichend. Eine Keramikpfanne muss nicht eingebrannt oder gesäubert werden wie Gusseisen.
Welche Einstellung verwende ich auf Induktion?
Auf maximal 80 % der Leistung aufheizen und auf 50 bis 60 % reduzieren, sobald die Pfanne auf Temperatur ist; bei leistungsstarken Kochfeldern wie Bora kann es oft noch niedriger sein. Verwenden Sie niemals die Boost-Funktion und wählen Sie eine Zone, die zum Bodendurchmesser Ihrer Pfanne passt (überprüfen Sie die Anleitung und halten Sie einen Spielraum von ca. 15 % ein).
Darf eine Keramikpfanne in die Spülmaschine?
Viele Pfannen sind technisch spülmaschinenfest, aber wir empfehlen immer Handwäsche: Die aggressiven Salze und Phosphate in Geschirrspülmitteln lassen die Antihaftwirkung bei jedem Spülgang weiter nach.
Warum klebt meine Keramikpfanne plötzlich an?
Fast immer durch eine unsichtbare Schicht verbrannten (karbonisierten) Fetts auf der Beschichtung, verursacht durch Olivenöl oder Bratenspray, zu hohe Hitze und nicht gründliches Abwaschen. Einweichen mit Wasser (eventuell mit Natron und Essig) und Reinigen mit einem Melaminschwamm löst das Problem fast immer.
Ist eine beschädigte Keramikbeschichtung schädlich?
Nein. Eine keramische Antihaftbeschichtung enthält keine PFAS, daher sind sich lösende Partikel nicht giftig. Allerdings brennt Essen an beschädigten Stellen schneller an; eine wirklich abgenutzte Pfanne sollte man daher am besten ersetzen.
Welches Öl ist am besten für eine Keramikpfanne?
Ein neutrales Öl mit hohem Rauchpunkt: Sonnenblumenöl, Erdnussöl, Maisöl, Avocadoöl oder Rapsöl. Butter und Ghee können auch bei mäßiger Temperatur verwendet werden. Vermeiden Sie (extra natives) Olivenöl und Bratenspray: Diese verbrennen schnell und brennen sich in die Beschichtung ein.
Wie lange hält eine keramische Antihaftbeschichtung?
Mindestens 2 bis 5 Jahre. Kürzer bei falscher Anwendung, länger bei perfekter Anwendung: sanftes Aufwärmen, die richtigen Fette, Handwäsche und Pfannenschoner verlängern die Lebensdauer erheblich, während hohe Hitze und die Spülmaschine die Antihaftwirkung schnell zerstören.
Darf eine Keramikpfanne in den Ofen?
Das variiert je nach Pfanne und hängt hauptsächlich vom Griff ab: Edelstahlgriffe können oft bis zu 220 bis 300 °C vertragen, Kunststoffgriffe viel weniger und Holzgriffe gar nicht. Überprüfen Sie immer die Spezifikationen Ihrer spezifischen Pfanne.
Fazit: Keramisches Kochen ist einfach, wenn man die Regeln kennt
Eine keramische Antihaftbeschichtung erfordert keine komplizierte Pflege, aber konsequent gutes Verhalten: langsames Aufwärmen auf maximal 80 % Leistung, Braten bei 50 bis 60 %, ein neutrales Öl mit hohem Rauchpunkt, weiche Küchenutensilien, Handwäsche mit gründlicher Fettkontrolle und Aufbewahrung mit Pfannenschützern. Wenn Sie das tun, braten Sie jahrelang PFAS-frei, mit weniger Fett und ohne Anhaften. Wie ein echter Bratmeister.
Bereit für Keramik? Sehen Sie sich unsere komplette Kollektion an Pfannen mit keramischer Antihaftbeschichtung an, oder lesen Sie unseren ausführlichen Artikel über die Demeyere Alu Pro 5 Ceraforce.
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